 Papst Benedikt Mariazell
Concerning Pope Benedicts visit to Austria September 2007. This blog is reflecting some thoughts of the master of theology Joseph Ratzinger (now the pope). German language blog, translation possible. |
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Articles from Papst Benedikt Mariazell |
Die Vernunft des Glaubens
2007-09-04 05:21:00
Wenn man das alles bedenkt, wird man feststellen, wie eng das erste und das letzte Wort des Credo - das 'Ich glaube' und das 'Amen' - ineinanderklingen, das Gesamt der einzelnen Aussagen umgreifen und so den inneren Ort für alles, was dazwischen steht, angeben. Im Zweiklang von 'Credo' und 'Amen' wird der Sinn des Ganzen sichtbar, die geistige Bewegung, um die es geht. Wir hatten vorhin festgestellt, das Wort Amen gehöre im Hebräischen dem gleichen Wortstamm zu, dem auch das Wort 'Glauben' entnommen ist. 'Amen' sagt so auf seine Weise nur noch einmal, was Glauben heißt: das vertrauende Sichstellen auf einen Grund, der trägt, nicht weil ich ihn gemacht und nachgerechnet habe, sondern vielmehr eben darum, weil ich ihn nicht gemacht habe und nicht nachrechnen kann. Er drückt das Sichüberlassen an das aus, was wir weder machen können noch zu machen brauchen, an den Grund der Welt als Sinn, der mir die Freiheit des Machens allererst eröffnet. Dennoch ist, was hier ge ...
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Glaube als Stehen und Verstehen
2007-09-03 12:34:00
Indem ich das Begriffspaar Stehen - Verstehen demjenigen von Wissen - Machen gegenüberstelle, spiele ich auf ein letztlich unübersetzbares biblisches Grundwort über den Glauben an, dessen tiefsinniges Wortspiel Luther einzufangen versuchte in der Formel: "Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht"; wörtlicher könnte man übersetzen: "Wenn ihr nicht glaubt (wenn ihr euch nicht an Jahwe festhaltet), dann werdet ihr keinen Halt haben" (Jes 7,9). Die eine Wortwurzel 'mn (amen) umfasst eine Vielfalt von Bedeutungen, deren Ineinander greifen und Differenziertheit die subtile Großartigkeit dieses Satzes ausmacht. Sie schließt die Bedeutungen Wahrheit, Festigkeit, fester Grund, Boden ein, des weiteren die Bedeutungen Treue, trauen, sich anvertrauen, sich auf etwas stellen, an etwas glauben; das Glauben an Gott erscheint so als ein Sicheinhalten bei Gott, durch das der Mensch einen festen Halt für sein Leben gewinnt. Glaube ist damit beschrieben als ein Standfassen, als ein vertrauendes S ...
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Glaube als Stehen und Verstehen
2007-09-03 12:34:00
Indem ich das Begriffspaar Stehen - Verstehen demjenigen von Wissen - Machen gegenüberstelle, spiele ich auf ein letztlich unübersetzbares biblisches Grundwort über den Glauben an, dessen tiefsinniges Wortspiel Luther einzufangen versuchte in der Formel: "Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht"; wörtlicher könnte man übersetzen: "Wenn ihr nicht glaubt (wenn ihr euch nicht an Jahwe festhaltet), dann werdet ihr keinen Halt haben" (Jes 7,9). Die eine Wortwurzel 'mn (amen) umfasst eine Vielfalt von Bedeutungen, deren Ineinander greifen und Differenziertheit die subtile Großartigkeit dieses Satzes ausmacht. Sie schließt die Bedeutungen Wahrheit, Festigkeit, fester Grund, Boden ein, des weiteren die Bedeutungen Treue, trauen, sich anvertrauen, sich auf etwas stellen, an etwas glauben; das Glauben an Gott erscheint so als ein Sicheinhalten bei Gott, durch das der Mensch einen festen Halt für sein Leben gewinnt. Glaube ist damit beschrieben als ein Standfassen, als ein vertrauendes S ...
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Phainomena, Wirklichkeit, Verstand u Glaube
2007-09-03 10:18:00
Die Grenze des modernen Wirklichkeitsverständnisses und der Ort des Glaubens Wenn wir vermöge der uns heute gegebenen historischen Erkenntnis den Weg des menschlichen Geistes überblicken, soweit er sich unserem Auge darbietet, werden wir feststellen, dass es in den verschiedenen Perioden der Entfaltung dieses Geistes verschiedene Formen des Stehens zur Wirklichkeit gibt, etwa die magische Grundorientierung oder die metaphysische oder schließlich heute die wissenschaftliche (wobei hier 'wissenschaftlich' vom Modell der Naturwissenschaften her gedacht ist). Jede dieser menschlichen Grundorientierungen hat auf ihre Weise mit dem Glauben zu tun, und jede steht ihm auch auf ihre Weise im Weg. Keine deckt sich mit ihm, aber auch keine ist einfach neutral zu ihm; jede kann ihm dienen, und jede kann ihn hindern. Für unsere heutige wissenschaftsbestimmte Grundeinstellung, die unser aller Daseinsgefühl ungefragt prägt und uns den Ort im Wirklichen zuweist, ist die Beschränkung auf ...
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Phainomena, Wirklichkeit, Verstand u Glaube
2007-09-03 10:18:00
Die Grenze des modernen Wirklichkeitsverständnisses und der Ort des Glaubens Wenn wir vermöge der uns heute gegebenen historischen Erkenntnis den Weg des menschlichen Geistes überblicken, soweit er sich unserem Auge darbietet, werden wir feststellen, dass es in den verschiedenen Perioden der Entfaltung dieses Geistes verschiedene Formen des Stehens zur Wirklichkeit gibt, etwa die magische Grundorientierung oder die metaphysische oder schließlich heute die wissenschaftliche (wobei hier 'wissenschaftlich' vom Modell der Naturwissenschaften her gedacht ist). Jede dieser menschlichen Grundorientierungen hat auf ihre Weise mit dem Glauben zu tun, und jede steht ihm auch auf ihre Weise im Weg. Keine deckt sich mit ihm, aber auch keine ist einfach neutral zu ihm; jede kann ihm dienen, und jede kann ihn hindern. Für unsere heutige wissenschaftsbestimmte Grundeinstellung, die unser aller Daseinsgefühl ungefragt prägt und uns den Ort im Wirklichen zuweist, ist die Beschränkung auf ...
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Dilemma des Glaubens, Aggiornamento
2007-09-02 10:04:00
Das Dilemma des Glaubens in der Welt von heute Hat man sich freilich einmal das Abenteuer klargemacht, das wesentlich in der Haltung des Glaubens liegt, dann ist eine zweite Überlegung nicht zu umgehen, in der die besondere Schärfe der Schwierigkeit zu glauben zum Vorschein kommt, wie sie uns heute betrifft. Zur Kluft von 'Sichtbar' und 'Unsichtbar' kommt für uns erschwerend diejenige von 'Damals' und 'Heute' dazu. Die Grundparadoxie, die im Glauben an sich schon liegt, ist noch dadurch vertieft, dass Glaube im Gewand des Damaligen auftritt, ja, geradezu das Damalige, die Lebens- und Existenzform von damals, zu sein scheint. Alle Verheutigungen, ob sie sich nun intellektuell-akademisch 'Entmythologisierung' oder kirchlich-pragmatisch 'Aggiornamento' nennen, ändern das nicht, im Gegenteil: diese Bemühungen verstärken den Verdacht, hier werde krampfhaft als heutig ausgegeben, was in Wirklichkeit doch eben das Damalige ist. Diese Verheutigungsversuche lassen erst vol ...
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Dilemma des Glaubens, Aggiornamento
2007-09-02 10:04:00
Das Dilemma des Glaubens in der Welt von heute Hat man sich freilich einmal das Abenteuer klargemacht, das wesentlich in der Haltung des Glaubens liegt, dann ist eine zweite Überlegung nicht zu umgehen, in der die besondere Schärfe der Schwierigkeit zu glauben zum Vorschein kommt, wie sie uns heute betrifft. Zur Kluft von 'Sichtbar' und 'Unsichtbar' kommt für uns erschwerend diejenige von 'Damals' und 'Heute' dazu. Die Grundparadoxie, die im Glauben an sich schon liegt, ist noch dadurch vertieft, dass Glaube im Gewand des Damaligen auftritt, ja, geradezu das Damalige, die Lebens- und Existenzform von damals, zu sein scheint. Alle Verheutigungen, ob sie sich nun intellektuell-akademisch 'Entmythologisierung' oder kirchlich-pragmatisch 'Aggiornamento' nennen, ändern das nicht, im Gegenteil: diese Bemühungen verstärken den Verdacht, hier werde krampfhaft als heutig ausgegeben, was in Wirklichkeit doch eben das Damalige ist. Diese Verheutigungsversuche lassen erst vol ...
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Religion, Faith, Churches in Austria
2007-09-02 08:13:00
According to a recent poll of a leading Austrian Newspaper (DIE PRESSE, www . diepresse.com) about what Austrians believe, for example if they pray or if they like the pope, 47% of all Austrians confessed to believe in God. The poll was made (by IMAS) from July 19. to August 3. in 2007 and published on September 1. 2007. The sample size was 1014. Some more results in a nutshell: 'There are wonders' is believed by 41 % (of all Austrians), (of all Catholics: 43%). 'There is a live after death': Austrians: 36%, Catholics: 41%. 'Jesus is the son of god': Austrians: 28%, Catholics: 33%. 'Jesus rose from the dead': Austrians: 27%, Catholics: 32%. 'Big Bang Theory': Austrians: 27%, Catholics:26%. 'There are angels': 22, 25 'There is a heaven': 19, 23 'Life was created according to a plan': 19, 21 'Incarnation': 17, 18 'Jesus, born of a virgin': 17, 20 'Astrology': 14, 14 'There is a devil': 12, 14 'There is a hell': 12, 14 'God created earth in 6 days': 9, 12 ...
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Religion, Faith, Churches in Austria
2007-09-02 08:13:00
According to a recent poll of a leading Austrian Newspaper (DIE PRESSE, www . diepresse.com) about what Austrians believe, for example if they pray or if they like the pope, 47% of all Austrians confessed to believe in God. The poll was made (by IMAS) from July 19. to August 3. in 2007 and published on September 1. 2007. The sample size was 1014. Some more results in a nutshell: 'There are wonders' is believed by 41 % (of all Austrians), (of all Catholics: 43%). 'There is a live after death': Austrians: 36%, Catholics: 41%. 'Jesus is the son of god': Austrians: 28%, Catholics: 33%. 'Jesus rose from the dead': Austrians: 27%, Catholics: 32%. 'Big Bang Theory': Austrians: 27%, Catholics:26%. 'There are angels': 22, 25 'There is a heaven': 19, 23 'Life was created according to a plan': 19, 21 'Incarnation': 17, 18 'Jesus, born of a virgin': 17, 20 'Astrology': 14, 14 'There is a devil': 12, 14 'There is a hell': 12, 14 'God created earth in 6 days': 9, 12 ...
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Sprung des Glaubens
2007-09-01 15:00:00
Der Sprung des Glaubens - vorläufiger Versuch einer Wesensbestimmung des Glaubens Wenn wir mit allem Gesagten das Bild vom unverständlichen Clown und von den ahnungslosen Dörflern als ungenügend erwiesen haben, um das Zueinander von Glaube und Unglaube in unserer heutigen Welt zu beschreiben, so werden wir andererseits nicht bestreiten dürfen, dass es ein spezifisches Problem des Glaubens heute ausdrückt. Denn die Grundfrage einer Einführung ins Christentum, die aufzuschließen versuchen muss, was es heißt, wenn ein Mensch sagt "Ich glaube" - diese Grundfrage stellt sich uns mit einem ganz bestimmten zeitlichen Index. Sie kann von uns angesichts unseres Geschichtsbewusstseins, das ein Teil unseres Selbstbewusstseins, unseres Grundverständnisses des Menschlichen geworden ist, nur noch in der Form gestellt werden: Was heißt und was bedeutet das christliche Bekenntnis "Ich glaube" heute, unter den Voraussetzungen unserer gegenwärtigen Existenz und unserer gegenwärtigen St ...
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Sprung des Glaubens
2007-09-01 15:00:00
Der Sprung des Glaubens - vorläufiger Versuch einer Wesensbestimmung des Glaubens Wenn wir mit allem Gesagten das Bild vom unverständlichen Clown und von den ahnungslosen Dörflern als ungenügend erwiesen haben, um das Zueinander von Glaube und Unglaube in unserer heutigen Welt zu beschreiben, so werden wir andererseits nicht bestreiten dürfen, dass es ein spezifisches Problem des Glaubens heute ausdrückt. Denn die Grundfrage einer Einführung ins Christentum, die aufzuschließen versuchen muss, was es heißt, wenn ein Mensch sagt "Ich glaube" - diese Grundfrage stellt sich uns mit einem ganz bestimmten zeitlichen Index. Sie kann von uns angesichts unseres Geschichtsbewusstseins, das ein Teil unseres Selbstbewusstseins, unseres Grundverständnisses des Menschlichen geworden ist, nur noch in der Form gestellt werden: Was heißt und was bedeutet das christliche Bekenntnis "Ich glaube" heute, unter den Voraussetzungen unserer gegenwärtigen Existenz und unserer gegenwärtigen St ...
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Zweifel und Glaube
2007-09-01 14:07:00
Zweifel und Glaube - die Situation des Menschen vor der Gottesfrage Wer heute über die Sache des christlichen Glaubens vor Menschen zu reden versucht, die nicht durch Beruf oder Konvention im Innern des kirchlichen Redens und Denkens angesiedelt sind, wird sehr bald das Fremde und Befremdliche eines solchen Unterfangens verspüren. Er wird wahrscheinlich bald das Gefühl haben, seine Situation sei nur allzu treffend beschrieben in der bekannten Gleichniserzählung Kierkegaards über den Clown und das brennende Dorf, die Harvey Cox kürzlich in seinem Buch 'Stadt ohne Gott?' wieder aufgegriffen hat (H, Cox Stadt ohne Gott?, Stuttgart-Berlin 2/1967, 265). Diese Geschichte sagt, dass ein Reisezirkus in Dänemark in Brand geraten war. Der Direktor schickte daraufhin den Clown, der schon zur Vorstellung gerüstet war, in das benachbarte Dorf, um Hilfe zu holen, zumal die Gefahr bestand, dass über die abgeernteten, ausgetrockneten Felder das Feuer auch auf das Dorf übergreifen w ...
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Zweifel und Glaube
2007-09-01 14:07:00
Zweifel und Glaube - die Situation des Menschen vor der Gottesfrage Wer heute über die Sache des christlichen Glaubens vor Menschen zu reden versucht, die nicht durch Beruf oder Konvention im Innern des kirchlichen Redens und Denkens angesiedelt sind, wird sehr bald das Fremde und Befremdliche eines solchen Unterfangens verspüren. Er wird wahrscheinlich bald das Gefühl haben, seine Situation sei nur allzu treffend beschrieben in der bekannten Gleichniserzählung Kierkegaards über den Clown und das brennende Dorf, die Harvey Cox kürzlich in seinem Buch 'Stadt ohne Gott?' wieder aufgegriffen hat (H, Cox Stadt ohne Gott?, Stuttgart-Berlin 2/1967, 265). Diese Geschichte sagt, dass ein Reisezirkus in Dänemark in Brand geraten war. Der Direktor schickte daraufhin den Clown, der schon zur Vorstellung gerüstet war, in das benachbarte Dorf, um Hilfe zu holen, zumal die Gefahr bestand, dass über die abgeernteten, ausgetrockneten Felder das Feuer auch auf das Dorf übergreifen w ...
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Christ als Hans im Glueck ?
2007-08-31 01:56:00
Die Frage, was eigentlich Inhalt und Sinn christlichen Glaubens sei, ist heute von einem Nebel der Ungewissheit umgeben wie kaum irgendwann zuvor in der Geschichte. Wer die theologische Bewegung des letzten Jahrzehnts beobachtet hat und nicht zu jenen Gedankenlosen gehört, die das Neue unbesehen jederzeit auch schon für das Bessere halten, könnte sich wohl dabei an die alte Geschichte vom 'Hans im Glück' erinnert fühlen: Den Goldklumpen, der ihm zu mühsam und schwer war, vertauschte er der Reihe nach, um es bequemer zu haben, für ein Pferd, für eine Kuh, für eine Gans, für einen Schleifstein, den er endlich ins Wasser warf, ohne noch viel zu verlieren - im Gegenteil: Was er nun eintauschte, war die köstliche Gabe völliger Freiheit, wie er meinte. Wie lang seine Trunkenheit währte, wie finster der Augenblick des Erwachens aus der Geschichte seiner vermeinten Befreiung war, das auszudenken überlässt jene Geschichte, wie man weiß, der Phantasie ihrer Leser. Dem besorgte ...
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Christ als Hans im Glueck ?
2007-08-31 01:56:00
Die Frage, was eigentlich Inhalt und Sinn christlichen Glaubens sei, ist heute von einem Nebel der Ungewissheit umgeben wie kaum irgendwann zuvor in der Geschichte. Wer die theologische Bewegung des letzten Jahrzehnts beobachtet hat und nicht zu jenen Gedankenlosen gehört, die das Neue unbesehen jederzeit auch schon für das Bessere halten, könnte sich wohl dabei an die alte Geschichte vom 'Hans im Glück' erinnert fühlen: Den Goldklumpen, der ihm zu mühsam und schwer war, vertauschte er der Reihe nach, um es bequemer zu haben, für ein Pferd, für eine Kuh, für eine Gans, für einen Schleifstein, den er endlich ins Wasser warf, ohne noch viel zu verlieren - im Gegenteil: Was er nun eintauschte, war die köstliche Gabe völliger Freiheit, wie er meinte. Wie lang seine Trunkenheit währte, wie finster der Augenblick des Erwachens aus der Geschichte seiner vermeinten Befreiung war, das auszudenken überlässt jene Geschichte, wie man weiß, der Phantasie ihrer Leser. Dem besorgte ...
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